Zwischen Hyperscaler-Power und europäischer Unabhängigkeit: Was bedeutet digitale Souveränität wirklich?

Berlin – Die Diskussion um die Cloud-Souveränität gleicht immer noch einem politischen Glaubensbekenntnis. Doch bei dem vom #CNetz-Vorstandsmitglied Thomas Schauf moderierten Panel mit Michael Neubauer (Google) und Fabian Klose (T-Systems) wurde
eines klar: Es geht nicht um Ideologie, sondern um handfeste Entscheidungen zwischen Technologie, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Souveränität ist mehr als ein Buzzword

Dabei führte Moderator Thomas Schauf strukturiert durch drei Dimensionen:

  • Datensouveränität,
  • operative Souveränität
  • und technologische Souveränität.

Die Podiumsteilnehmer waren sich einig: Echte Souveränität erfordert die Wahlfreiheit zwischen Anbietern, eine Partnerschaft auf Augenhöhe und eine (Daten-)Sicherheit ohne Kompromisse.

Der Kampf gegen den Vendor-Lock-in

Die Themen Wechselfähigkeit und Interoperabilität dominierten die Diskussion. Beide Firmenvertreter betonten, dass Redundanz, offene Schnittstellen und Datenportabilität keine Luxusthemen sind, sondern existenzielle Anforderungen. Der EU Data Act könne hier zum Gamechanger werden, wenn er konsequent umgesetzt wird. An Beispielen wurde die Sichtweise der beiden Firmenvertreter konkret: T-Systems bietet souveräne Cloud-Lösungen mit europäischer Kontrolle, Google punktet mit Partnerschaften und On-Premises-Optionen. Die Google-Lösung für die Bundeswehr schafft jetzt bereits Air-gapped Lösungen – vollständig von öffentlichen Netzen getrennte Infrastrukturen.

Europa muss erwachsen werden

Fabian Klose mahnte, Europa dürfe nicht nur fordern, sondern müsse auch liefern – und beschaffen. Die öffentliche Hand als Ankerkunde könne europäische Anbieter stärken, ohne in Protektionismus zu verfallen. Es brauche Anreize, nicht Verbote. Michael Neubauer ergänzte: Globale Technologie und europäische Werte seien kein Widerspruch. Entscheidend seien transparente Prozesse, starke Verschlüsselung und kundenseitiges Schlüsselmanagement – sodass Zugriffsanfragen Unberechtigter ins Leere laufen.

Cloud Act versus Kundenschutz

Die Sicherheitsfrage wurde ungeschönt diskutiert. Der US Cloud Act und mögliche Amtshilfeersuchen des amerikanischen Präsidenten stehen im Raum. Davon abgesehen ist die Antwort beider Anbieter eine Post-Quantum-resistente Verschlüsselung, Schlüsselhoheit beim Kunden und Resilienzarchitekturen, die Ausfälle und Angriffe verkraften. Google kündigte massive Investitionen in deutsche Rechenzentren an, inklusive einer KI-Industrial Cloud mit GPU-Clustern. T-Systems verwies ihrerseits auf eigene Nachhaltigkeits-initiativen mit niedrigen PUE-Werten, Abwärmenutzung und Standorte mit grünem Strom.

Energie und Realismus

Doch der Elefant im Raum heißt Strompreis. KI-Rechenzentren sind hungrig nach Energie – und deutsche Energiekosten sind hoch. Beide Panelteilnehmer forderten politische Rahmenbedingungen, die Investitionen attraktiv machen. Sonst drohe der Exodus der Rechenzentren in günstigere Regionen.

Fazit: Pragmatismus schlägt Pathos

Das Panel zeigte: Souveränität ist kein „Entweder-Oder“. Hybride Ansätze, europäisch-globale Partnerschaften und technische Standards können den Spagat schaffen. Entscheidend ist, dass öffentliche Auftraggeber ihre Macht nutzen – und Anbieter liefern, was sie versprechen. Die Diskussion um die Cloud-Souveränität gleicht immer noch einem politischen Glaubensbekenntnis. Doch bei dem vom #CNetz-Vorstandsmitglied Thomas Schauf moderierten Panel mit Michael Neubauer (Google) und Fabian Klose (T-Systems) wurde eines klar: Es geht nicht um Ideologie, sondern um handfeste Entscheidungen zwischen Technologie, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Souveränität ist mehr als ein Buzzword

Dabei führte Moderator Thomas Schauf strukturiert durch drei Dimensionen:

  • Datensouveränität,
  • operative Souveränität
  • und technologische Souveränität.

Die Podiumsteilnehmer waren sich einig: Echte Souveränität erfordert die Wahlfreiheit zwischen Anbietern, eine Partnerschaft auf Augenhöhe und eine (Daten-)Sicherheit ohne Kompromisse.

Der Kampf gegen den Vendor-Lock-in

Die Themen Wechselfähigkeit und Interoperabilität dominierten die Diskussion. Beide Firmenvertreter betonten, dass Redundanz, offene Schnittstellen und Datenportabilität keine Luxusthemen sind, sondern existenzielle Anforderungen. Der EU Data Act könne hier zum Gamechanger werden, wenn er konsequent umgesetzt wird. An Beispielen wurde die Sichtweise der beiden Firmenvertreter konkret: T-Systems bietet souveräne Cloud-Lösungen mit europäischer Kontrolle, Google punktet mit Partnerschaften und On-Premises-Optionen. Die Google-Lösung für die Bundeswehr schafft jetzt bereits Air-gapped Lösungen – vollständig von öffentlichen Netzen getrennte Infrastrukturen.

Europa muss erwachsen werden

Fabian Klose mahnte, Europa dürfe nicht nur fordern, sondern müsse auch liefern – und beschaffen. Die öffentliche Hand als Ankerkunde könne europäische Anbieter stärken, ohne in Protektionismus zu verfallen. Es brauche Anreize, nicht Verbote.
Michael Neubauer ergänzte: Globale Technologie und europäische Werte seien kein Widerspruch. Entscheidend seien transparente Prozesse, starke Verschlüsselung und kundenseitiges Schlüsselmanagement – sodass Zugriffsanfragen Unberechtigter ins Leere laufen.

Cloud Act versus Kundenschutz

Die Sicherheitsfrage wurde ungeschönt diskutiert. Der US Cloud Act und mögliche Amtshilfeersuchen des amerikanischen Präsidenten stehen im Raum. Davon abgesehen ist die Antwort beider Anbieter eine Post-Quantum-resistente Verschlüsselung, Schlüsselhoheit beim Kunden und Resilienzarchitekturen, die Ausfälle und Angriffe verkraften. Google kündigte massive Investitionen in deutsche Rechenzentren an, inklusive einer KI-Industrial Cloud mit GPU-Clustern. T-Systems verwies ihrerseits auf eigene Nachhaltigkeits-initiativen mit niedrigen PUE-Werten, Abwärmenutzung und Standorte mit grünem Strom.

Energie und Realismus

Doch der Elefant im Raum heißt Strompreis. KI-Rechenzentren sind hungrig nach Energie – und deutsche Energiekosten sind hoch. Beide Panelteilnehmer forderten politische Rahmenbedingungen, die Investitionen attraktiv machen. Sonst drohe der Exodus der Rechenzentren in günstigere Regionen.

Fazit: Pragmatismus schlägt Pathos

Das Panel zeigte: Souveränität ist kein „Entweder-Oder“. Hybride Ansätze, europäisch-globale Partnerschaften und technische Standards können den Spagat schaffen. Entscheidend ist, dass öffentliche Auftraggeber ihre Macht nutzen – und Anbieter liefern, was sie versprechen.

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