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#cnetz irritiert über Kritik des Lehrerverbands an Digitalpakt#D
Veröffentlicht am 12.10.16

Berlin, 12. Oktober 2016 – Der unionsnahe Verein für Digitalpolitik #cnetz e.V. zeigt sich irritiert über die Kritik des Lehrerverbands an den Plänen von Bundesbildungsministerin Wanka für eine digitale Bildungsoffensive.

Christina Schwarzer MdB erklärt: „Herr Kraus lebt offenbar gedanklich noch im letzten Jahrtausend. Ich hoffe, dass der Präsident des Lehrerverbands in diesem Fall nicht die Mehrheitsmeinung seiner Kollegen vertritt. Wenn wir unsere Schulen nicht auf dem aktuellsten Stand der Technik ausstatten, dürfen wir uns nicht über die mangelnde Medienkompetenz und internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Schüler beklagen. Lehrer sollten nicht Bremser, sondern Antreiber der Digitalisierung an den Schulen sein.“

Thomas Jarzombek MdB erklärt: „Ein Kind, das nie ein Instrument lernt, kann nicht herausfinden, ob es musikalisch begabt ist. Ein Kind, das nie Programmieren lernt, kann genauso wenig herausfinden, ob es hier talentiert ist. Für eine Förderung dieser Talente ist unser Bildungssystem heute nicht gerüstet. Wir sollten Investitionen in die digitale Infrastruktur sowie in notwendige Schulsanierungen nicht gegeneinander ausspielen. Beides ist wichtig für die Zukunftsfähigkeit unseres Bildungssystems. Herr Kraus mag die Euphorie ums Digitale persönlich nicht verstehen. Er sollte aber dieses Unverständnis nicht zum Anlass nehmen, sich gegen einen zeitgemäßen Unterricht zu stellen. Wir unterstützen die Initiative der Bundesbildungsministerin nachdrücklich. Es handelt sich genau nicht um ein Förderprogramm für die Computerindustrie, sondern um ein Konjunkturprogramm für unser Bildungssystem.“